Krankheit entsteht nicht über Nacht

17. Mai 2020 | Ayurveda, Energie, Gesundheit, Vitalität

Wie entsteht Krankheit?

Nach ayurvedischer Sichtweise entsteht Krankheit aufgrund einer Disharmonie des Gleichgewichtes der Doshas. Nach westlich-moderner Sichtweise könnte man sagen: Krankheit beginnt als Folge einer Störung des Mikrobioms.

Nach ayurvedischer Sichtweise kommt es zur Störung des Gleichgewichtes, wenn zum gesunden Zustand ein Faktor hinzu kommt, der krankmachend ist. Die ersten Anzeichen der Veränderung bemerken wir nicht einmal. Die Krankheit entsteht als ein schleichender Prozess. Nach einer gewissen Zeit, nachdem der krankmachender Faktor lange genug eingewirkt hat, stellen sich auch für uns sichtbare und bemerkbare Symptome ein. Wir bekommen Beschwerden – zunächst ganz leise, dann immer stärker, bis wir sie irgendwann nicht mehr übersehen können.

Der Ayurveda möchte so frühzeitig wie möglich mit der Therapie beginnen – am besten noch bevor eine Krankheit beginnt. Das ist dann echte Prävention.

 

Im Ayurveda wird der Krankheitsverlauf in sechs Stadien unterteilt

StadiumStörungAuswirkung/Symptom
1. StadiumAuf energetischer Ebene verändern sich die Doshas.

Ein krankheitsauslösender Faktor setzt sich im Gewebe fest. Die Ursache kann sehr gering sein, zum Beispiel eine unpassende Mahlzeit, eine mentale Überbelastung oder ein Wettersturz.

 

2. StadiumDie veränderte Energie in den Doshas führt zu einer Störung in den Doshas.

Die ersten Symptome des angesammelten Doshas zeigen sich in einer Verstärkung seiner Eigenschaften. Die Eigenschaften des Doshas werden überbetont deutlich, zum Beispiel: trockene Haut, Nervosität, Mattigkeit.

 

3.StadiumDie Störungen verteilen sich im ganzen Körper.Das gestörte Dosha setzt sich im Gewebe fest.
4. StadiumDie gestörten Dosha-Energien manifestieren sich in den Körpergeweben.

Die Krankheit Die nimmt spezifische Formen an. Das Krankheitsbild wird spezifisch erkennbar.

 

5. StadiumDie Krankheit nimmt spezifische Formen an: Die Gewebeveränderung wird als Symptom erkennbar, die Krankheit sichtbar.Je länger die Ursache einwirkt, desto größer Weden die Symptome und desto schwächer wird der Köper.
6. StadiumDas Abwehrsystem des Körpers ist hier nun der entscheidender Faktor.1.      Hier gibt es nun drei Möglichkeiten: Entweder die Krankheit führt zum Tod, das Abwehrsystem kann die Krankheit besiegen oder das Abwehrsystem kann die Krankheit in Schach halten. Wenn das Abwehrsystem die Krankheit gerade so in Schach halten kann, haben wir den Fall der Chronizität. Dies ist meistens bei der Parodontose der Fall: Die Erkrankung ist chronisch und meistens schon Jahre oder gar Jahrzehnte alt bis ein Zahnarzt diese diagnostiziert. Zu diesem Zeitpunkt merkt der Patient häufig gar nichts, er erinnert sich jedoch, dass das Zahnfleisch „schon ´mal geblutet hat“. Die Erkrankung (wie sehr viele) verläuft in Schüben: Immer wenn das Immunsystem geschwächt ist, erhält die Erkrankung einen neuen Schub bis der Körper sich wieder erholt. Sie kann durch eine längere Veränderung in der Abwehrlage auch einen akuten Verlauf nehmen.

Je früher diese Disbalance erkannt wird, desto leichter können die Störfaktoren beseitigt werden. Wenn wir genau in uns hinein hören, können wir viele „Alltagsbeschwerden“ wie Erkältungen, Kopfschmerzen, Migräne oder Verdauungsbeschwerden in ihrer Entstehung beobachten und frühzeitig dagegen vorgehen.

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