Warum Du Deine Parodontose nicht los wirst und wie Du es doch schaffst

3. Jun 2019 | Gesundheit, Zähne, Zahnfleisch

80% der deutschen Bevölkerung leidet zeitweise oder dauerhaft unter Zahnfleischproblemen!

Und das in der heutigen Zeit!

Zahnfleischprobleme, die nicht nur das Zahnfleisch sondern auch den darunterliegenden Knochen betreffen, nennen Mediziner „Parodontitis“ oder kurz „PAR“.
Der Volksmund macht daraus die „Parodontose“.

Eine Parodontitis ist zwangsweise ein chronisches Geschehen, denn bis der Kieferknochen angegriffen wird, dauert es in der Regel einige Jahre.

Die Bakterien sammeln sich zunächst in Nischen im Mundraum an. Es sind immer Nischen, in denen gar nicht oder nur unzureichend geputzt wird. Mit der Zeit verändern die Bakterien sich, bilden Kolonien und schließlich werden sie anaerob und wandern tiefer und tiefer unter das Zahnfleisch. Weil es immer mehr Bakterien werden, wird das Zahnfleisch durchlässiger und lockerer. Es bilden sich sogenannte „Zahnfleischtaschen“. In diesen Zahnfleishtaschen können die Bakterien ungehindert ihr Unheil tun und sich in Ruhe vermehren. Denn: Unter dem Zahnfleisch wird natürlich gar nicht geputzt.
Auf diesen dauernden Angriff reagiert der Knochen mit Abbau. Das ungünstige Ende einer Parodontitis ist Zahnlockerung und schließlich der Ausfall des Zahnes.

 

Die Folgen einer Parodontitis im Körper sind jedoch noch viel weitreichender:

Die Keime wandern mit dem Blut überall hin. Sie setzen sich in Blutgefäßen, an den Herzklappen und in Organen ab. Gelenkschmerzen und Frühgeburten, Diabetes, der sich nicht einstellen lässt, Demenz und viele weitere Erkrankungen können durch eine Parodontitis verschlimmert oder ausgelöst werden.

Aus diesem Grund ist es SEHR wichtig, die Parodontitis zu bekämpfen!

Dafür sind die Antworten auf folgende Fragen sehr wichtig:

1. Woran erkenne ich die Parodontits?
2. Wie schnell entwickelt sich der Knochenabbau?
3. Was kann ich tun, um den Zahnverlust zu verhindern.

 

Woran erkenne ich die Parodontitis?

Es gibt drei Marker, an denen Du eine Parodontitis erkennst:

1. Blutung am Zahnfleisch
2. Rötung des Zahnfleisches
3. Schwellung des Zahnfleisches

 

Wie schnell kommt es zum Knochenabbau?

Die Parodontitis entwickelt sich meist schubweise über Jahre. Immer wenn das Immunsystem geschwächt ist, gibt es wieder einen Schub. Die Zahnfleischtasche wird wieder etwas tiefer, weil der Knochen wieder etwas zurückgegangen ist.
Bei Rauchern schreitet der Knochenabbau schneller voran. Durch die verminderte Durchblutung am Zahnfleisch ist dieses nicht so widerstandsfähig, zusätzlich blutet das Zahnfleisch bei Rauchern nicht. Da kann es schon ´mal vorkommen, dass ein Zahn herausfällt, ohne dass es vorher Schmerzen gab.

 

Nun zur entscheidenden Frage:
Was kann ich tun, um den Zahnverlust zu verhindern?

Schulmedizinisch gibt es nur den Ansatz bei den Bakterien.
Wenn wir es schaffen, die Bakterien, welche sich immer wieder in unserer Mundhöhle ansiedeln, innerhalb von 24 Stunden zu beseitigen, können diese gar nicht erst unter das Zahnfleisch wandern. Weil die meisten von uns genau diese nicht schaffen, ist es notwenig, regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung zu gehen. Die Häufigkeit dieser Maßnahme ist individuell unterschiedlich. Die Norm liegt irgendwo zwischen 3 und 6 Monaten. Dies ist übrigens auch die beste Möglichkeit, die Ausbildung einer Parodontitis zu verhindern.

Ist eine Parodontitis jedoch schon entstanden, hilft nur die professionelle Behandlung durch den Zahnarzt

und (und das ist jetzt das Entscheidende!)

die regelmäßige Nachsorge

plus

eine ausgewogene Ernährung

plus

eine stabile Psyche!

Selbstverständlich hat unsere Ernährung Einfluss auf unser Bindegewebe. Unser Zahnfleisch enthält viel Bindegewebe, ist dieses schlecht, locker und durchlässig, so lässt es leichter Bakterien in die Tiefe. Aus diesem Grund bekämpfen wir die Parodontitis auch mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, die voller Vitamine und Mineralien ist.

Kommen wir zum spannenden holistischen Ansatz:
Wackelige Zähne spiegeln die Seele wider. Menschen mit wackeligen Zähnen sind meist labil, stehen eben nicht mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Ein Grund für Deine chronische Parodontitis kann daher auch Deine wackelige Psyche sein.

Erst wenn alle diese Aspekte betrachtet und therapiert werden, wirst Du Deine Parodontitis wirklich und dauerhaft los.

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