Was haben die Beschriftungen der Labels auf den Kosmetikverpackungen zu bedeuten?

22. Dez 2019 | Achtsamkeit, Allgemein, Gesundheit, Schönheit

Dies ist für viele ein Dschungel an Informationen. Auch bei Muskanadent erhalten wir fast täglich Fragen dazu. „Woran kann ich erkennen, das das Produkt vegan ist?“ „Wie lange ist es haltbar?“ „Was bedeutet BDIH?“ Das sind nur wenige der vielen Fragen. Aus diesem Grund möchte ich in diesem Blog das Wichtigste zusammenfassen.

1. Die Begriffe „bio“, „vegan“  und „Naturkosmetik“ sind nicht geschützt.

Diese Begriffe sind im Trend und ein Produkt verkauft sich besser, wenn es den Anschein erweckt, ein Naturprodukt zu sein. Diesen Anschein kann man relativ einfach erwecken, indem eine bräunliche, etwas raue Verpackung verwendet wird.  Die Farbe Grün macht sich da ganz gut und auch eine braune Flasche. Diese Dinge sollen dem Verbraucher suggerieren, dass es sich um ein Bioprodukt handelt. Wenn dies jedoch alles ist und keine spezielle Zertifizierung dies bezeugt, dann handelt es sich lediglich um „Greenwashing“

2. Das sind die wichtigen Zertifizierungen, denen wir trauen können: 

BDIH und COSMOS zeichnen wirkliche Naturkosmetik aus. Hat ein Produkt ein solches Label erhalten, so ist es nach den höchsten Standard für Naturkosmetik in Europa zertifiziert. Es ist belegt, dass mindestens 95% der verwendeten Inhaltsstoffe Bioqualität haben, also aus biologischem Anbau sind. Er werden nicht nur die fertigen Produkte, deren Verpackung sondern auch die Lieferanten geprüft. Nur wenn diese gesamte Kette den Anforderungen entspricht, erhält ein Produkt das erwünschte Zertifikat. Die entsprechende Prüfung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. 

Das ECOCERT Label zeichnet nach nahezu gleichen Kriterien die Naturkosmetik in der Schweiz aus. 

NATRUE vergibt sein Label nach den Bestandteilen Naturstoffe, naturnahe Stoffe und naturidentische Stoffe.

VEGANBLUME zeichnet Kosmetika aus, die garantiert keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten.

  1. Was bedeutet die INCI Liste?

Die INCI Liste ist die Liste der Inhaltsstoffe. Es ist die Abkürzung für die Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe. Die Angabe der Inhaltsstoffe ist bei Kosmetika seit 1997 gesetzlich vorgeschrieben. Dies macht es Allergikern einfacher zu erkennen, ob sie ein Produkt verwenden dürfen. In der Auflistung sind die Inhaltsstoffe in Reihenfolge ihres Anteils aufgelistet. Ist von einer Substanz viel in einem Produkt enthalten, steht diese Substanz ziemlich weit oben auf der Liste. Meistens sind es Wasser. Öle und Fette.

  1. Ist Parfüm immer chemisch und daher negativ zu betrachten?

Nein. Parfüm ist nicht gleich Parfüm. Ein Aroma kann natürlichen oder auch synthetischen Ursprung sein. Duftstoffe müssen auch bei der Naturkosmetik nicht einzeln aufgeführt werden. Sie werden meist zusammengefasst als „Parfüm“, „Fragrance“ oder „Aroma“

Seit 2005 besteht eine EU-weite Kennzeichnungspflicht für 26 Duftstoffe, die besonders allergieauslösend sind und daher immer gesondert aufgelistet werden müssen. Bei Produkten, die auf dem Körper verbleiben müssen sie ab einer Menge von 0,001 Prozent aufgeführt werden. Es sind Produkte wie Deo, Körpercreme, Parfüm. Bei Produkten, die abgewaschen werden, wie Shampoo und Duschgel ist die Kennzeichnungspflicht erst ab einem Anteil von 0,01 Prozent.

  1. Woran erkenne ich das Verfallsdatum der Kosmetik?

Auch Kosmetik hat ein Verfallsdatum. Kosmetik, die eine Lebensdauer von weniger als 30 Monaten hat, muss mit folgender Information versehen werden: „mindestens haltbar bis…“Auf welche Weise diese Information gegeben wird, ist nicht vorgeschrieben. Das kann ein Datum, eine Eieruhr oder eine Abbildung sein. Dieses Mindesthaltbarkeitsdatum sagt aus, wie lange das Produkt mindestens ohne Qualitätseinbußen und ohne Gefahr verwendet werden kann. Es bedeutet nicht, dass das Produkt darüber hinaus nicht mehr verwendet werden kann. Der Hersteller übernimmt nur keine Garantie mehr für die Qualität. 

Kosmetika, die versiegelt länger als 30 Monate haltbar ist, müssen eine Information über die Haltbarkeit nach Öffnung der Versiegelung enthalten. Dies geschieht meist in Form einer geöffneten Cremedose. Nur diejenigen Produkte, die innerhalb der normalen Verbrauchswert nicht verderben, benötigen eine solche Angabe nicht. (Dazu zählt Parfüm mit einem hohen Alkoholanteil.)

  1. Was sagt der Strichcode über ein Produkt aus?

Mit dem internationalen Strichcode können Produkte international eindeutig identifiziert werden. Der Strichcode ist seit 1977 international als EAN Code bekannt (European Article Association). Diese Nummer wird an den Hersteller und Händler vergeben und enthält noch weiterführende Informationen zum Produkt. Die Nummer unter dem Code besteht aus dem Länderkennzeichen, der Betriebsnummer, der Artikelnummer und einer Prüfziffer.

  1. Was ist die PZN Nummer?

Diese Abkürzung steht für das Wort: Pharmazentralnummer. 

Die PZN Nummer wird in Apotheken verwendet. Es handelt sich um eine 8stellige Nummer, die alle Produkte in der Apotheke eindeutig identifiziert. Daher müssen alle Produkte, die in einer Apotheke verkauft werden sollen eine solche Nummer besitzen. Dieser Nummer hinterlegt sind Informationen zu Inhaltststoffen, zur Darreichungsform, Wirkstoffstärke, Packungsgröße und Preis.

Podcastfolge zum Blogbeitrag

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.