Was haben die Zähne mit der Psyche zu tun?

19. Jul 2020 | Achtsamkeit, Allgemein, Erfolg, Selbstbewusstsein

Stress, Angst oder unbewältigte Konflikte können Ursache für psychosomatische Beschwerden sein. Auch Zahnschmerzen, die uns in der Nacht aufwecken können vom Zähneknirschen kommen.

Woher kommen die Zahnschmerzen?

Manchmal kommt es vor, das Zahnschmerzen auftreten, obwohl Zähne, Zahnfleisch und der Kiefer völlig gesund sind. Der Zahnarzt findet dann keinen Grund für diese Beschwerden. Manche Patienten suchen in solchen Fällen sogar mehrfach verschiedene Zahnärzte auf, weil sie dies nicht glauben können und diesen Schmerz schließlich spüren.

Der Grund für diese diffusen Schmerzen kann folgender sein:

  1. Der Schmerz kommt von anderen Körperpartien und strahlt in den Kiefer aus. Jeder Zahn ist schließlich einem Organ zugeordnet. So kann es sein, dass der Zahnschmerz in Wirklichkeit ein Schmerz des Organs ist. Zum Beispiel ist der seitliche obere Schneidezahn der Blase zugeordnet. Bei einer Blaseninfektion kann es zu Schmerzen an diesem Zahn kommen. Eine Ohrenentzüdung, Erkältung oder sogar Herzerkrankung kann sich über Zahnschmerzen ausdrücken.
  2. Das Knirschen und Pressen mit den Zähnen kann ebenso zu Zahnschmerzen führen. Durch das feste Zusammenbeissen werden manche Zähne überbelastet. Diese Zähne schmerzen oder sind besonders empfindlich auf Kälte.

Warum knirschen wir mit den Zähnen?

Zähneknirschen geschieht meist unbewusst. Die meisten Menschen knirschen gelegentlich auch tagsüber mit den Zähnen. Das ist kein Problem. Zum Problem wird es erst, wenn wir über einen längeren Zeitraum und auch in der Nacht mit den Zähnen fest aufeinander beissen. Das ist dann unser Ventil, den Druck und die Anspannung zu verarbeiten. Dabei schafft es keiner, die ganze Nacht mit den Zähnen zu knirschen. Es genügen auch schon Phasen von 15 bis 30 Minuten, damit über die Zeit Zahnsubstanz abgerieben wird. Immerhin sind die Kaumuskeln die stärksten Muskeln unseres Körpers. Wir können enorme Kräfte zusammenbringen, wenn wir knirschen. Haben wir dies bei uns erst einmal erkannt, weil wir am Morgen mit Nackenschmerzen aufwachen oder weil der Kiefer sich am Morgen schwieriger öffnen lässt, ist der erste Schritt zur Besserung getan. Nun heißt es nämlich: Ursachenforschung betreiben. Die Aufgabe ist, herauszufinden, was uns diesen Stress macht und dann diese Ursache zu beseitigen.

Wann der Speichel weniger wird:

Was vielen Menschen nicht bewusst ist: Es besteht eine Wechselwirkung zwischen dem Gemüt, also der Seele und den Zähnen. Wenn wir uns gestresst fühlen, unter Ängsten und starkem Druck leiden, leiden die Zähne oft mit. Die Folgen sind Schmerzen und Empfindlichkeiten.

Durch hohe psychische Belastung wird die Produktion von Speichel reduziert. Das hat zur Folge, dass die Remineralisation der Zähne, für die der Speichel zuständig ist, eingeschränkt ist. Als Folge sind die Zähne anfälliger auf Säure und Kälte. Bedeutet: Karies entsteht schneller, da der Schmelz anfälliger ist. Durch die reduzierte Speichelbildung werden auch auch weniger Immunglobuline A gebildet. Dies bedeutet: Entzündungen am Zahnfleisch, Parodontose und Empfindlichkeiten entstehen leichter und vermehrt.

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