Was ist der Sinn von Routinen?

11. Nov 2019 | Achtsamkeit, Allgemein, Ayurveda, Energie, Meditation

Viele Menschen haben Routinen. 

Routinen helfen uns, unsere Gedanken zu bündeln und uns zu fokussieren. Sie geben uns Halt. 

Wir alle müssen täglich unzählige Entscheidungen treffen. 

Das fängt bereits mit dem Aufstehen an: 

Was tue ich als erstes?

Was möchte ich frühstücken?

Was ziehe ich an?

Steve Jobs soll angeblich einen Pulli mehrfach in seinem Kleiderschrank gehabt haben, damit er am Morgen Zeit spart, weil er sich auf diese Weise nicht mit seiner Kleiderwahl beschäftigen musste.

Je mehr Routinen wir am Tag haben, desto ruhiger und planbarer ist unser Tag. Dabei dürfen wir Routinen nicht mit Langeweile verwechseln. Ganz im Gegenteil! Bestimmte Routinen helfen uns, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Laufen bestimmte Dinge von allein, kann unser Gehirn sich mit neuen Gedanken auseinandersetzen.

Im Ayurveda wird eine sehr ausgiebige Morgenroutine empfohlen. Es handelt sich um eine Reinigung und Klärung vom Körper, Geist und Seele. Wie bei allem im Ayurveda handelt es sich auch bei der Morgenroutine um eine Empfehlung.

So schaut eine typische ayurvedische Morgenroutine aus:

  • Aufstehen zwischen 5 und 6 Uhr (mit dem Sonnenaufgang)
  • Zungenreinigung: Für die ayurvedische Zungenreinigung benötigst Du ein gutes Öl zum Ölziehen (Kokosöl, Sesamöl oder auch Olivenöl) und einen Zungenschaber. Du nimmst einen Esslöffel Öl in dem Mund und bewegst es hin und her, ziehst es zwischen den Zähnen hindurch. Nach ca. 15/20 Minuten spuckst Du das Öl in ein Papiertuch und schabst die Zunge sanft mit einem Zungenschaber ab. Im Anschluss spülst Du den Mund mit warmem Wasser aus. Warmes Wasser: Wenn Du nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen warmes (gekochtes) Wasser trinkst, hilfst Du deinem Körper bei der Entschlackung.
  • Meditation & Yoga
  • 30 Minuten sportliche Betätigung
  • Duschen und die Gelenke einölen, Kopfmassage durchführen
  • Warmes Frühstück einnehmen

Dies ist in sieben Schritten dargestellt die typische Morgenroutine aus der ayurvedischen Lehre. Sie macht sehr viel Sinn, und es ist auf jeden Fall eine Bereicherung für Deinen Alltag, wenn Du es schaffst, Dir so viel Zeit für Dich zu nehmen.

Jedoch: Sei nicht frustriert, wenn es nicht zu 100% klappt. Jeder einzelne Schritt macht Sinn und ist eine Bereicherung für Dich. Fange langsam und mit einem Punkt an. Wenn Du im Augenblick am Morgen keine Zeit hast, versuche während des Tages etwas zur Ruhe zu kommen. Eine kleine Nachmittagsmeditation oder ein meditativer Spaziergang sind schon die ersten Schritte.

Was ist der Sinn einer solchen Morgenroutine?

  1. Unser Körper ist unser Tempel und sollte wie ein solcher gepflegt werden, damit wir lange darin wohnen können. Durch die ayurvedischen Rituale wird der Körper sanft gereinigt und aktiviert.
  2. In der Nacht während wir schlafen, arbeitet unser Körper. Abfallprodukte, Schlacken und Gifte werden ausgeschieden. Sie werden über unsere Haut, die Zunge, den Urin und den Stuhl ausgeschieden. Indem wir die Zunge  schaben wir die dort abgesonderten Gifte und abgestorbenen Hautzellen ab. Indem wir viel warmes Wasser am Morgen trinken, helfen wir unserem Körper die schlacken und Giftstoffe, besser auszuscheiden. Das warme Wasser ist also ein Stoffwechselturbo für Deinen Körper.
  3. Im Ayurveda wird nicht nur Wert auf die körperliche Hygiene gelegt, sondern auch auf die seelische Gesundheit. Ein Körper kann nur so gesund sein sein, wie der Geist und die Seele es sind. Aus diesem Grund werden Meditation und Yoga empfohlen. Dies sind Tools, die uns helfen, mit unserem Innersten Verbindung aufzunehmen. Atemübungen helfen Dir, Kontakt mit Dir aufzunehmen, ruhiger und fokussierter zu werden.
  4. Grundsätzlich empfiehlt der Ayurveda warme Mahlzeiten. Mit jeder warmen Mahlzeit führen wir unserem Körper Energie zu.

Meine zusätzlichen Tipps:

  1. Sollte das Ölziehen nicht nach Deinem Geschmack sein, musst Du auf die wertvolle Zungenreinigung nicht verzichten. Dann nimmst Du stattdessen das Zungengel von Muskanadent. Das ist sehr frisch und bindet sehr schnell und effizient die Bakterien auf Deiner Zunge. 
  2. Ich finde es sehr schön, ein Dankes- oder Gedankenbuch zu führen. Viele sprechen auch vom „Journal“. Ganz gleich, welchen Namen Du verwendest, ist es eine große Bereicherung, seine Gedanken aufzuschreiben und sich mit Hilfe eines solchen Dankesbüchleins auf das Positive zu fokussieren.
  3. Gerne kannst Du Dein warmes Wasser am Vorabend kochen und in eine Thermoskanne füllen. Dann ist es bereits fertig, wenn Du aufstehst.
  4. Du kannst Dein Wasser auch gerne mit Ingwer, Minze, Melisse, Kurkuma oder Zitrone verfeinern.

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