Zahnimplantate – Was ist besser: Brücke oder Implantat?

23. Aug 2020 | Ernährung, Gesundheit, Selbstbewusstsein, Vitalität, Zähne

Selbstverständlich kann diese Frage nur individuell beantwortet werden. Bei jedem Menschen und jeder neuen Situation ergeben sich individuell möglicherweise andere Argumente für die eine oder andere Versorgungsart. Ich möchte jedoch die grundsätzlichen Argumente für und gegen eine Brücken- sowie eine Implantatversorgung zusammenfassen.

Das Wichtigste ist: Jede Lücke in der Zahnreihe sollte wieder versorgt werden. Auch wenn es manchmal scheint, man könne auf diesen einen Zahn verzichten, so ist es in Wirklichkeit nicht so. Eine Lücke in der Zahnreihe ist eine Lücke im System. Andere Zähne müssen die Kaukraft aufnehmen und Scherkräfte ausgleichen. Muskulatur wird anders belastet. Nicht zuletzt kann durch eine verminderte Kauleistung die Verdauung gestört werden. Schließlich fängt die Verdauung im Mund an.

 

Was ist ein Zahnimplantat?

Das ist eine Schraube aus Titan oder Vollkeramik (Zirkonkeramik), die als künstliche Wurzel für einen verloren gegangenen Zahn in den Knochen hineingeschraubt wird.

 

Woraus besteht ein Zahnimplantat?

Das Implantat kann aus Titan oder Keramik (Zirkonkeramik) bestehen. In der Regel ist es zweiteilig. Es besteht aus einer Schraube (ähnlich einem Dübel) und einem Aufbau, der durch ein Gewinde in die Schraube hineingeschraubt wird. Dieser Aufbau kann ausgewechselt werden, ohne dass an dem Implantat selbst etwas passiert.

 

Das sind die Vorteile von Zahnimplantaten:

  • Einzelne Zähne können ersetzt werden.
  • Auch wenn viele Zähne fehlen oder der Kiefer sogar zahnlos ist, kann eine festsitzende Versorgung hergestellt werden.
  • Zahnimplantate erhöhen die Lebensqualität, weil wir alles zerkauen können und beim Essen nicht eingeschränkt sind.
  • Zahnimplantate sind sehr stabil und haben eine sehr hohe Prognose von 97%. Nach 10 Jahren sind 97% der ordnungsgemäß gesetzten Implantate noch voll funktionstüchtig.
  • Implantate lassen sich sehr leicht pflegen, nahezu wie die eigenen Zähne.
  • Sie sind sehr lange haltbar.
  • Implantate und vor allem ihre Suprakontruktionen – also die Versorgung auf den Implantaten – können aus unterschiedlichen Materialien bestehen.

 

Das sind die Nachteile von Zahnimplantaten:

  • Sie sind zeitaufwendig, da die Einheilungszeit abgewartet werden muss.
  • Aufgrund ihrer hohen Festigkeit kann es zu Problemen an den Kiefergelenken kommen. Dieses Problem tritt allerdings erst dann auf, wenn beide Kiefer mit Implantaten versorgt sind.
  • Verglichen mit Brücken sind die Kosten für Implantatversorgungen höher.
  • Implantate werden im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs eingesetzt. Je nach Knochenangebot kann dieser Eingriff sehr aufwendig sein.

 

Gibt es eine Alternative zu Implantaten?

Ja, die gibt es.

Ein verloren gegangener Zahn kann auch mit einer Brücke versorgt werden. Eine Brücke verbindet die beiden Zähne, die eine Zahnlücke begrenzen miteinander und ersetzt den fehlenden Zahn.

 

Das sind die Vorteile einer Brücke:

  • Brücken können sehr schnell angefertigt werden, manchmal sogar innerhalb eines Tages.
  • Verglichen mit Implantaten sind die Kosten viel geringer.
  • Es ist kein chirurgischer Eingriff notwendig, um Brücken einzusetzen.
  • Mit Brücken können verloren gegangene Zähne schnell ersetzt und Lücken fest versorgt werden.
  • Brücken können aus vielen verschiedenen Materialien hergestellt werden.

 

Das sind die Nachteile von Brücken:

  • Die Hygiene ist bei Brücken eingeschränkt.
  • Die Nachbarzähne müssen beschliffen werden, damit die Brücke einen Halt bekommt.
  • Durch eine Brücke entsteht ein fester Verbund zwischen mindestens drei Zähnen.
  • Brücken sind in ihrer Größe beschränkt.

Podcastfolge zum Blogbeitrag

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.